Unser großes Aquarium–Teil 2
Im neuen Aquarium wächst und gedeiht es prächtig. Die größeren Pflanzen, die wir in unseren “alten” Aquarien geerntet haben, sind gut angewachsen und auch die neuen Pflanzen, die wir bei Mundo Aquario (http://www.mundoacuario.com/) gekauft haben, sind schon prima gewachsen.
Nachdem wir die Wasserwerte und insbesondere den Nitrit Wert regelmäßig gemessen haben, war es dann soweit – die Fische durften endlich einziehen.
Felix hat mittlerweile das Einfangen seiner Fische perfektioniert. Man könnte fast meinen, dass sie von alleine in den Kescher oder den Transportbehälter schwimmen. Er hatte also im Nu die ersten drei Paradiesfische in einer Transportbox, um diese ins das neue Aquarium einzuhängen. Dann wurde über die nächste halbe Stunde immer mal wieder vom Aquarienwasser zugefügt. Die drei Paradieser waren sehr aufgeregt und wollten unbedingt raus, um ihr neues Reich genauer anzusehen.
Es war toll sie zu beobachten als sie dann endlich frei schwimmen durften. Während sie sich in ihrem alten – viel zu kleinen 100l Becken – die meiste Zeit angegiftet hatten, waren sie im 600l Becken zunächst nur gemeinsam unterwegs und haben ihr neues Reich erkundet. In der Zwischenzeit haben sie ihre eigenen Bereiche gefunden, aber sie sind immer wieder gemeinsam unterwegs.
Nach und nach kamen dann die anderen Fische dazu: die restlichen drei Paradieser, unsere beiden Albino-Fransenlipper, die vier Antennenwelse, die Putzerschmerle und unsere einsame Siamesische Rüsselbarbe.
Für unsere einsame Siamesische Rüsselbarbe haben wir dann auch gleich ein paar Kameraden besorgt.
Leider sind die vier immer in Bewegung, so dass wir heute nur zwei davon fotografieren konnten.
Für unsere Paradieser (5 Männchen und 1 Weibchen) haben wir noch zwei junge Weibchen besorgt. Felix meint, dass eine davon wohl ein Männchen ist.
Die Paradiesfische gehen morgens (nachdem das Licht angeht) immer zum Surfen. Wir müssen mal versuchen das zu fotografieren. Das gefilterte Wasser aus der Pumpe wird im hinteren Bereich (an der Wohnzimmerwand) wieder in das Aquarium geleitet. Dort befindet sich ein Eheim-Düsenrohr, dass unter Wasser leicht nach oben gerichtet ist; d.h. da gibt es schöne Wellen. Unsere Paradieser schwimmen nun in die Strömung und lassen sich dann auf dieser Welle nach oben treiben – ein Bild für Götter. Was ihnen auch sehr gefällt ist schnell schwimmen mit der Strömung. Wir dachen bislang immer, dass die Paradiese – als Labyrinthfische – nicht so begeistert sind von Strömung, aber unsere scheinen dies sehr zu genießen.
Wir haben ein schönes Antennenwels Männchen und drei Weibchen. Das Männchen hat sich kurz nach dem Einsetzen in das große Aquarium gleich einen Chef-Platz in einem Hohlraum der Wurzel ergattert, den er eisern verteidigt hat.
Nachdem wir ihn dann einige Zeit nicht mehr gesehen haben, hatten wir mal genauer nachgeschaut. Er bewacht ein großes Gelege in seiner Wurzelhöhle und vertreibt alles, was irgendwie in die Nähe kommt. Bei Antennenwelsen betreibt das Männchen die Brutpflege. Er bewacht das Gelege und befächelt es ständig mit Frischwasser. Wir hatten letztes Jahr schon mal ein Gelege, aber leider hat kein Jungtier überlebt. Hoffentlich haben die jetzt im großen Aquarium mehr Möglichkeiten sich zu verstecken, um nicht als Sushi-Häppchen für die Paradieser zu enden.
Felix hat ebenfalls ein Welspaar in seinem 100l Aquarium. Dort hatte der Wels sofort eine Welshöhle in Beschlag genommen. Auch dort ist ein Gelege, dass gut bewacht und befächelt wird.
In nächster Zeit wollen wir für unsere Paradiesfisch Männchen nun noch ein Weibchen besorgen.
Wir genießen es sehr, am Abend die Fische zu beobachten. Es ist immer etwas los im Aquarium und wir sind sehr froh, dass wir das Aquarium haben. Auch die Jungs genießen die Aquarien in ihren Zimmern.
Wir werden Euch auf dem laufenden halten was mit dem Antennenwels Gelege wird und wie sich Aquarium, Pflanzen und Fische weiterentwickeln.