Stalzer/Obele Family Blog

Archiv: Samstag, 11. August 2007

11.08.2007 - Ankunft in Stuttgart

Endlich waren wir in Stuttgart angekommen. Fast sogar ein bisschen zu früh. Wir hatten eine Fluggastbrücke und konnten gemächlich zu den Kofferbändern pilgern.

Dort angekommen sahen wir auch schon unseren Koffer. Jetzt fehlten nur noch die beiden grossen Taschen jeweils mit einem Kindersitz. Wir warteten und warteten… Nach einiger Zeit standen nur noch wir da - alle anderen schienen ihren Koffer bekommen zu haben. Ich glaube es ist über 20 Jahre her, dass wir das letzte Mal ein Gepäckstück abhanden gekommen ist. Wir sind also zu den freundlichen Damen vom Gepäckservice und haben eine Verlustmeldung aufgenommen. Zum Glück hatten sie dort zwei Kindersitze, die wir uns ausleihen konnten.

Leichten Fusses machten wir uns dann auf die Suche von Tante Renate. Sie war auch schon am Suchen nach uns, da wir mittlerweile doch ziemlich spät dran waren. Da standen wir nun: nur ein kleines Köfferchen - keine Turnschuhe, keine Regenklamotten, keine richtig warmen Sachen, … - aber glücklich.

Nach einer stürmischen Begrüssung ging es dann zum Auto, das sich erstaunlich leicht beladen ließ (da hätte Renate den Kofferraum gar nicht aufräumen müssen).

Felix war bereits am Planen: wenn wir dann bei dir sind, dann will ich, dann könnten wir, dann, dann, dann, …

 

Natürlich mussten wir sofort nach der Ankunft in Renates Wohnung  in Ludwigsburg die Tattoos ausprobieren. Bei Renate dürfen die Jungs auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen. Es lässt sich in ein gemütliches Bett umwandeln und das Beste - man kann vom Bett aus Fernsehen oder eine DVD ansehen.

Da meine beiden Herren vor Energie übersprudelten - immerhin hatten sie sich jetzt quasi 3 Stunden ausgeruht (Flughafen, Flug, Autofahrt). Wir beschlossen also ein wenig spazieren zu gehen.

Renate schlug das Seeschloss Monrepos vor. Es ist nicht zu weit weg und bietet für meine Forscher genügend Tiere, Bäume, Wasser und was man sonst noch so braucht. Leider hatte ich keinen Foto mitgenommen. Gleich am Anfang konnten wir grosse Karpfen dicht unter der Oberfläche beobachten, die wohl leckere Fliegenlarven naschten. Es war schwierig, die Jungs überhaupt noch zum Weitergehen zu bewegen, aber kurze Zeit später, halfen uns dann verschiedene Vögel, denen die Jungs begeistert nachsprangen.

Wir waren über eine Stunde unterwegs - bei traumhaften Wetter. Die Jungs in Sandalen, da ja unsere Turnschuhe (mitsamt den beiden Taschen) noch irgendwo in der Weltgeschichte herumflogen. Dann meldeten beide - verständlicherweise - bärigen Hunger an. Es war inzwischen ca. 20:30 Uhr und auch Renate und ich freuten uns auf was Essbares.

Wir wollten in Ludwigsburg in eine kleine Pizzeria. Leider verlief die Parkplatz-Suche am Samstagabend im Städtle sehr schleppend. Endlich hatten wir (irgendwo) einen Parkplatz gefunden. Dank Renates pfadfinderischem Können, kamen wir dann noch in den Genuss einer kleinen Stadführung, die jedoch nicht gerade grosse Begeisterungstürme der jüngeren Teilnehmer hervorrief. Max hatte Hunger - er wollte essen nicht spazieren gehen.

Als wir endlich die Pizzeria gefunden hatten, begrüsste uns ein nettes Schild, dass die Pizzeria wegen Urlaub geschlossen ist. Also Kommando zurück, in die komplett andere Richtung. Nach für Max endlosen Wanderungen hatten wir dann endlich die richtige Pizzeria erreicht, die auch noch geöffnet hatte.

Für die Jungs und Renate gab es leckere Pizza, wobei die bestellte “Kindergrösse” eher an eine ganz normale Pizza erinnerte, während ich einen super frischen Salat hatte. Wir waren so gegen 22 Uhr fertig und überlegten, ob wir noch einen Nachtisch wollen, aber die Müdigkeit machte sich denn doch bei allen breit. Wir beschlossen also zu bezahlen und nach Hause zu gehen, da die Jungs auf jeden Fall noch ein wenig DVD sehen wollten.

Zu dem Zeitpunkt mussten wohl alle anderen Gäste auch beschlossen haben, gehen zu wollen, denn es dauerte endlos bis unsere Bedienung mit der Rechnung kam. An der Stelle war Max genial. Er baggerte die nette, hübsche Dame sofort an: “Jetzt habe ich aber ganz schön lange auf Dich warten müssen. Schön, dass Du jetzt da bist, danke. Mir hat es ganz arg geschmeckt”! Er brachte das mit einer entwaffnenden Herzlichkeit rüber, dass wir alle völlig baff waren - unser Herzensbrecher.

Zu Hause angekommen machten sich die Männer sofort auf den Weg ins Bett. Nach einigem Hin und Her konnten sie sich dann doch auf “Urmel aus dem Eis” (Augsburger Puppenkiste) einigen und genossen es, gemütlich im Bett zu liegen und den Film anzusehen.

 

Renate und ich machten uns noch einen leckeren Kräutertee und hatten endlich mal Zeit ein wenig zu tratschen. Kurz vor 0 Uhr konnten wir die Jungs endlich überzeugen, dass jetzt wirklich Schluss ist. Fernseher aus, alle noch mal pinkeln, Licht aus und dann ging es ins “LaLa-Land”. Es dauerte keine 5 Minuten, bis beide glücklich und zufrieden einschliefen.

Renate und ich verzogen uns darauf hin in ihr Arbeitszimmer, in dem auch ein Gästebett-Sofa steht (meine Nachtstatt) und tratschen munter weiter.

Es war ein toller erster Urlaubstag, der nur ein wenig durch das fehlende Gepäck getrübt war. Problematisch würde das nur, wenn das Wetter am Sonntag nicht gut wird… aber darüber machten wir uns erst mal noch keine Gedanken.

11.08.2007 - Auf in den Urlaub

Heute war es endlich so weit. Der lang ersehnte Urlaub für unsere beiden Weltenbummler stand vor der Tür. Um 15 Uhr sollte es mit AirBerlin nach Stuttgart gehen. Ich glaube, jeder, der hier mitliest, weiss, welche Höllenqualen das für unseren Grossen bedeutet hat. Er konnte es nicht fassen, wie langsam die Zeit vergeht.

Nach einem gemütlichen Frühstück, etwas aufräumen, noch die letzten Sachen im Koffer verstauen, hatten wir immer noch eeeeeewig Zeit. Also beschlossen wir, eine kleine Runde in den doch recht kühlen Pool zu gehen.

Endlich: alle vollständig anziehen, nochmals pinkeln und dann Koffer schleppen und es konnte losgehen. Maxi kam mit seiner Jeans überhaupt nicht klar - nachdem er nun seit über 2 Monaten keine langen Hosen mehr angehabt hatte, meinte er, dass sich die Hose ganz komisch anfühlt.

Thomas fuhr uns zum Flughafen und verabschiedete sich dann doch etwas traurig (hoffentlich) von seiner ganzen Family. Die Jungs hatten schon keine Augen und Ohren mehr für Papa - sie wollten nur noch ins Flughafengebäude und sofort in den Flieger.

Wir haben eingecheckt und unseren 3 Gepäckstücken “adios” gesagt, dann sind wir durch die Sicherheitskontrolle, um uns von dort auf den Wanderweg zum Gate C67 (natürlich ganz hinten und mit Bus) zu machen.

Hier an meine grossen Jungs ein ganz grosses Lob - die Beiden sind echt super. Sie kennen sich aus, machen keinen Blödsinn und benehmen sich viel besser als so manche Touristen, die nur rumnörgeln, drängeln und sich gehörig daneben benehmen - Danke Jungs!

Endlich durften wir in den Bus, der uns zum Flieger brachte. Felix war dafür zuständig, unsere Sitzplätze zu finden (Reihe 27) und kurze Zeit später richteten wir uns bemütlich ein.

Der Flieger war kaum in der Luft, als sich Maxi auf ein kleines Nickerchen verabschiedete. Felix war viel zu aufgeregt. Er beobachtete Wolken und gab mir immer wieder durch, wo wir uns befanden und natürlich erklärte er mit genau, wie das mit dem Fliegen, Turbinen, Auftrieb, Laden, Lenken, Speed-Brakes, usw. alles so funktioniert.

Pünktlich zum Boardservice tauchte dann auch Maxi - erfrischt - wieder auf. Beide hatten ziemlichen Hunger (wir hatten nicht mehr zu Mittag gegessen und das Pool-Intermezzo machte zusätzlichen Hunger).

Danach warteten wir sehnsüchtig auf den Boardverkauf: es gab dort ein Tattoo-Set von Faber mit Schablonen und Farbstiften. Felix hatte dies in der Summer School entdeckt. Jeden Freitag bekamen sie ein Tattoo aufgemalt und Max war immer traurig, weil nicht so was tolles hatte. Kurz danach waren wir dann stolze Besitzer dieses Tattoo-Sets und die Jungs waren schon am aussuchen der Muster, die sie haben wollten.

Der Rest des Fluges verging wie “im Fluge”. Wir hatten super gute Laune und haben uns darüber unterhalten, was wir in den nächsten Tagen so alles unternehmen werden.

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