Stalzer/Obele Family Blog

Archiv: Sonntag, 30. September 2007

Telefonica (n+1).te

Wie sollte es denn anders sein. Es ist Sonntag und Formel eins - daraus folgt, dass das ADSL von Telefonica und Imagenio mal wieder abstürzt. Heute war es auch nicht anders, das “ADSL/PPP” Lichtlein war wieder aus.

Als ich zurück war aus Valencia (siehe nnächster Eintrag) haben wir mal wieder bei Averias angerufen, die eine “Linea cruzado”  erkannt haben, also einen klassischen Kurzschluss.

Zum Glück haben wir inzwischen auf unserer zweiten Leitung ADSL von ya.com. So kommen wir wenigstens wieder ins Netz.

GP2 in Valencia (und Formel 3 und GT3 und…)

Heute war das GP2 Rennen in Valencia. Ich wollte mit den Jungs schon lang mal “auf ein richtiges Autorennen”, also haben wir heute die Gelegenheit beim Schopf gepackt und haben uns mit der Cardinal auf den Weg in Richtung Valencia gemacht.

Antonio hat mir vor einigen Wochen mitgeteilt, dass Valencia inzwischen auch einen “Handling Agent” verlangt, wenn man mit einem Privatflugzeug ankommt und es macht i.d.R. Sinn, sich vor einem Flug mit dem Agent über die Kosten zu unterhalten.

Also, gestern den Flughafen Valencia angerufen und nach bester Buchbinder Wanninger Manier nach ca. 15-mal umverbinden endlich bei “ServiceAir” angekommen. Die Fragen und Auskünfte, die im Zuge dieses Umverbindens gesagt wurden, waren schon mehr als Haarsträubend, z.B.

kein Handling Agent notwendig ausser man kommt mit einem Flugzeug (ach, und was frage ich gerade)

darum muss ich mich nicht kümmern, dass macht der Captain - Ich bin der Captain - dann macht es der Besitzer der Maschine - Ich bin der Besitzer der Maschine - dann sollte ich es eigentlich wissen ( Ja, was den nun??)

Jedenfalls hatte ich dann die Aussage, dass dies für den bescheidenen Betrag von 140 EUR gemacht werden kann - Wie bitte?? 140EUR Handling für eine Cessna Cardinal - Ja, da wird auch die Toilette gereinigt - Wir haben keine Toilette - Ausserdem übernehmen wir den Transport des Gepäcks - Wir haben kein Gepäck. Jedenfalls nach einigen Hin-und Her haben wir uns dann auf 50EUR (2 mal 25 EUR für Crewtransport) geeinigt.IMG_7114IMG_7116

Heute morgen dann, nach einem Bilderbuchstart und ein Überfliegen der Wolken über den Bergen und der Küste (Traumhaft!), einem etwas längerem Stück über Wasser (bis auf Frachtschiffe nichts besonderes) sind wir dann kurz vor 11:00 in Valencia gelandet.

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Ich versuche den Handling Agent telephonisch zu erreichen - Pustekuchen - keiner geht ans Telephon. Neben uns stand eine Piper Cherokee kurz vor dem Anlassen. Der Pilot meinte, wir sollen doch einfach den Flugplatz via Aeroclub verlassen und so haben wir es dann auch gemacht.

Nach einem ca. 3km Fussmarsch in Richtung Terminal - wo wir rauskamen war weit und breit kein Auto, geschweige denn ein Taxi - haben wir uns dann mit einem Taxi Richtung Rennstrecke auf den Weg gemacht.

Nach ca. 15 Minuten Fahrt waren wir dort. Noch ein paar Tickets besorgt (Haupttribüne) - die Jungs durften gratis mit uns mit. (Die Jungs haben inzwischen mit Helga telephoniert)

Wir schafften es ca. 10 Minuten vor dem Start der GP2 auf der Tribüne zu stehen. Von unserem Platz aus konnten wir die gesamte Rennstrecke überblicken. Schnell noch einen Gehörschutz ins Ohr und das Rennen legte los.

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Unser Platz war mehr als genial. Die GP2 ist genial. Kampf bis aufs Messer. Da hat keiner Platz gemacht. Nach der zweiten Kurve waren die ersten im Kiesbett. Panische Streckenposten versuchen den Verkehr zu verlangsamen - Pustekuchen. Ein Runde weiter, der nächste steht mitten in einer Kurve - Safetycar muss raus (ein getunter Seat Ibiza). Safetycar heizt was die Kiste hergibt. Die GP2 Renner hinterher. Nach drei Runden gibt es wieder einen fliegenden Start. Und so ging es weiter. Wir dachten - hierzu gibt es keine Steigerung. Weit gefehlt. Nach dem Rennen (die sind 30 Runden gefahren - ca. 45 Minuten) gab es die Siegerehrung (Timo Glock hat gewonnen - Glückwunsch). Noch schnell die deutsche Nationalhymne, Sektdusche und dann kamen schon die Formel 3 Renner.

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Hier ging es dann Richtung zur Sache. Während der Einführungsrunde hatte einer (der Schwarze) schon Motorprobleme und “humpelte” dem ganzen Feld im Schneckentempo hinterher. Die anderen waren schon alle in der Aufstellung, er war ungefähr in der Mitte der Strecke. Die Streckenposten haben verzweifelt und ohne Erfolg versucht ihn von der Strecke zu bringen - Keine Chance. Also - das Feld bekommt eine zweite Einführungsrunde. Alle an dem “Schwarzen” vorbei und wieder in die Startaufstellung. Jetzt ist der “Schwarze” auch mit dabei. Es wird zwar weiterhin energisch versucht ihn davon zu überzeugen, dass er von der Strecke soll - dies wird aber erfolgreich ignoriert. Die Ampel läuft runter und das Rennen geht los. In der ersten Kurve (maximal zwei Autos passen zusammen durch) sind mindestens 4 nebeneinander. Links und Rechts mit Vollgas im Kies - aber gebremst wird nicht - es werden keine Plätze verschenkt. Obwohl die Autos etwas langsamer als die GP2 Renner sind, strahlte das Rennen eine unheimlich Dynamik, Fahrkönnen, Dickschädeliges Ich-will-Gewinnen aus.

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Nach 16 Runden war es dann vorbei. Wir machten uns  nun auf den Weg ins Parc Fermé, um uns die Autos anzusehen. Es ist schon faszinierend, wie nah man hier an Autos, Fahrer, Werkstatt kommt. Es herscht eine unglaubliche Athmosphäre. Zwischendurch muss man für den ein oder anderen Ferrari oder Porsche Platz machen, die auf dem Weg zum GT3 Rennen sind.

Und auch kein Autorennen, wo Wolfgang nicht ein paar Bekannte trifft. So auch hier. Wir trafen Pepe Checa - ein ehemaligen Rennfahrerkollegen von Wolfgang. Dessen Sohn Samuel Checa ist heute in der Formel 3 mitgefahren. Er hat uns natürlich sofort zu seinem Laster eingeladen, wo uns sein Sohn ganz stolz die Trophäen von heute und von gestern gezeigt hat.

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Die Jungs konnten seinen Rennwagen aus nächster Nähe inspizieren. Kommentar Maxi - Das kann ich mit Lego auch bauen… und wenn ich groß bin, werde ich auch Rennfahrer.

Danach haben wir uns noch einen Boccadillo genehmigt und es war auch schon wieder Zeit uns in Richtung Flughafen auf den Weg zu machen.

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Am Ausgang fragten wir nach einem Taxi und bekamen die Antwort - da vorne an der schwarzen Säule hat es Aufkleber mit Taxiunternehmen. Dem war auch so, nur leider waren diese alle auf der Oberfläche verkratzt.

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Ich nutzte die Zeit, um bei dem Handling Agent nochmals anzurufen, der mir dann auch mitgeteilt hat, dass er eigentlich den ganzen Morgen erreichbar war - naja. Wir sollen nachher einfach in den “Bloque Technico” kommen - er wartet auf uns. Und Taxifahrer wissen, wo das ist.

Wolfgang hat in der Zwischenzeit eine Fahrt für uns zum Flughafen organisiert. Einer der Fahrer aus dem GT3 Rennen (er hat seinen Ferarri gerade geschrottet und wollte nur noch nach Hause) hat eine Mercedes Limousine stehen gehabt - klar können wir mitfahren. Kurz darauf waren wir dann auf dem Weg in Richtung Flughafen. Allerdings “Bloque Technico” - noch nie was davon gehört.

Am Flughafen sind wir also zum Abflug Terminal und haben dann an der Info nachgefragt. Ja, das ist nicht weit von hier ca. 300m. Naja, wenigstens keine Kilometer (oder an der Südseite von dem Flughafen).

Wir also in die Richtung marschiert und finden das Gebäude auch auf Anhieb (steht auch ganz groß “Aviacion Generale - General Aviation” an dem Gebäude. Also in das Gebäude rein und die Liste der Gesellschaften rauf und runter gelesen, aber es gibt keine ServiceAir. Also, wieder das Telephon gezückt und angerufen. Ja, er ist gerade mit einer anderen Crew unterwegs, aber in 5 Minuten ist er am Terminal und dann holt er uns am Eingang ab. Ich überlege mir noch, ob ich direkt zu “Flight Planning” gehe, um den Flugplan aufzugeben aber entschliesse mich doch auf unseren Agent zu warten.

Nach ca. 15 Minuten ist er auch hier. Als erstes gehen wir in sein Büro (Im Untergeschoss) und dann gehen wir direkt zu Flight Planning in den zweiten Stock. Er verschwindet kurz und meint, er holt uns dann auch gleich ab. Also, Flugplan gemacht, Landegebühren gezahlt, Pilot und Pax Preflight (Toilettenbesuch) und dann war unser Agent auch schon wieder hier.

Dann noch durch die Security (die ein Passenger und Transport Manifest sehen wollten - zum Glück hatte unser Agent noch ein solches Dokument mit dabei) . Erstaunlicherweise war unsere 2 Liter Wasserflasche kein Problem.

Danach in dem klimatisierten Bus (die 25EUR für eine 3km Fahrt müssen sich auch lohnen) gings dann in Richtung EC-JAS.

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An unserem Flieger angekommen, haben wir die Maschine gecheckt, Schwimmwesten angelegt, Öl nachgefüllt, etc. Auf einmal kommt ein Auto von der AENA angefahren. Die Frau, bei der wir den Flugplan aufgegeben hat stieg aus und brachte mir - meine Kreditkarte. Hatte ich doch glatt bei AENA vergessen. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für diesen netten Service.

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Dann wieder eingestiegen, und es ging wieder zurück Richtung Son Bonet. Hier hatten wir noch einen absolut traumhaften Anflug. Es gab einige Wolken über Andratx sowie die Berge - wir konnten jedoch über den Wolken bleiben, bis wir kurz vor Son Bonet waren. Es war ein richtig schöner Anflug (ohne Turbulenzen) zwischen den Wolken durch.DSC_4539 DSC_4541

Danach war es noch ein Kurzes, bis wir wieder am Boden waren. Die Maschine noch getankt und alles im Hangar verstaut.

Es war ein traumhaft schöner Ausflug mit den Jungs und Wolfgang.

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Wolfgang hat den Männerausflug auch schon geblogged
http://lindner-racing.vasercontrol.com/2007/10/01/gp2-und-campeonato-de-espana-de-formula-3-in-valencia/

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