Gestern haben wir etwas erlebt, was sich nur schwer beschreiben lässt. Schon während des Fussballspiel nach der Schule sahen wir eine düstere Wand vom Meer her über Palma herankommen. Kurz vor 18:30 Uhr zuckten dann die ersten Blitze vom Himmel. Wir beschlossen daraufhin sofort mit dem Fussbal aufzuhören und zu versuchen, noch vor dem Gewitter nach Hause zu kommen.
Zuhause angekommen - noch trocken - ging Thomas ins Büro rauf, um einige Bilder zu machen. Die Jungs und ich kamen etwa später nach - da ging es auch schon los. Binnen Sekunden waren wir in einer milchigen Suppe mit Regenmassen, die wir so noch niemals erlebt hatten. Der Wind tobte mit einer Stärke, die einen wahrscheinlich draussen umgehauen hatte.
Während dieses Sturms hab es einen kurzen Zeitpunkt, wo sich der Luftdruck umkehrte, was schmerzlich an den Ohren zu spüren war.
Natürlich lief das Wasser wieder fröhlich in unser Büro und die Rechner standen in kürzerster Zeit mit nassen Füssen da. Während Thomas versuchte, im Büro zu retten, was zu retten war, versuchte ich unten mein Glück.
Da es auch anfing etwa zu hageln, habe ich versucht, die Persianas (Läden) zuzumachen. In kürzester Zeit war ich durch und durch nass. Es war unbeschreiblich. Nachdem ich triefend alle Fensterläden zugemacht hatte - die Kraft des Windes war unbeschreiblich, musste ich mich erst mal umziehen.
Danach hatten die Jungs unten “Storm Watch”. Sie passten auf, dass keine Türen oder Fenster aufgedrückt wurden. Hier ein supergrosses Lob an die Beiden - sie haben ihre Aufgabe ganz, ganz toll gemacht.
Ich half dann Thomas oben fröhlich beim Wasser schöpfen.
So nach einer Stunde war waren wir dann erstmal fertig und sind auf die Strasse runter, um nachzusehen, was bei den Nachbarn alles so los ist. Es war ein Bild der Verwüstung.
Über den Sturm kann unter anderem bei
http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,509544,00.html
nachgelesen werden.
Danach hatten wir ein romantisches Candellight Dinner und die Jungs hatten uns noch ganz viel über den Sturm zu erzählen, den sie unten beobachtet haben.
Bereits kurz nach 21 Uhr war der Strom wieder da. Heute morgen haben wir auch Telefon und sogar Internet wieder. Wenn man gesehen hat, wie es auf den Strassen aussah, dann kann man sich eigentlich nicht so richtig vorstellen, wie alles wieder so schnell funktionieren kann. Hier müssen wir mal ein dickes Lob an das Technische Hilfswerk oder wer immer hier für die Sturmschäden zuständig ist und auch Telefonica richten.
Wir melden uns wieder.