Wenn ich jetzt nicht bald was über Silvester schreibe, dann habe ich es entweder vergessen oder das nächste Silvester kommt schon wieder.
Wie jedes Jahr, haben wir auch in diesem Jahr beschlossen, ein gemeinsames, nachbar- und freund-schaftliches Silvesterkochen zu veranstalten. Wie bereits erwähnt waren die Sperlich Brüder - diesmal in Verstärkung Ihrer Mam dabei und auch Gabi, Gitta und - der wichtigste - nämlich Bruno (der kleine grüne Drache) mit von der Partie.
Und dank Gabi hatten wir diesmal sogar live Music.
Die Kiddies freuten sich schon riesig - das versprach mal wieder eine grosse Gaudi zu werden: unsere beiden, dann die drei Nachbarskinder und die drei Wilden von Oliver und Friederike - “Kinderheaven”.
Vielen lieben Dank auch an Margot, die mit der Kinderbande bastelte und malte und immer nach dem Rechten sah.
Während Thomas und ich tagsüber noch wie die Bekloppten vor den Rechnern hämmerten, um unseren Releasestand zum 31.12. fertigzustellen, war der Rest der Mannschaft mit wilden Vorbereitungen zugange und schleppte tonnenweise Essen und Trinken an.
So gegen 18 Uhr waren dann wohl alle fertig - nur wir saßen noch vor den Rechnern. Aber kurze Zeit später hatten auch wir Feierabend. Die Version kopierte fröhlich auf unseren Server und jetzt konnte gefeiert werden.
In kürzerster Zeit verwandelte sich unsere Küche in ein Großküchen-Spektakel - die Kochinsel hätte keinen Zentimeter kleiner sein dürfen.
Oliver und Friederike zauberten wunderbare, frische Salate.
Gabi und Gitta wurden von Anna in das Geheimnis “wie putzt man Boquerones” eingeweiht, während Peter und Mike von Domingo angetrieben wurden, Chipirones (kleine Tintenfische) perfekt zu putzen. Philip musste - ebenfalls unter Anleitung unseres Nachbarn Domingo - Gambas putzen.
Es war herrlich - wir standen rum und tranken leckeren Wein, lästerten und nörgelten kräftig an den fleissigen Köchen rum und machten viele Fotos.
Margot (Peter und Mikes Mam) hatte schon etwas vorbereitet - sie zauberte “Saure Zipfel” - was von allen mit Begeisterung genossen wurde.
Ausserdem hatten sie und Wolfgang einen köstlichen Kartoffelsalat kreiert, der uns ebenfalls über den ersten Hunger hinweghalf. Die “Sauren Zipfel” liefen so gut, dass Margot selbst keine mehr abkriegte.
Nach und nach wurden die andren Dinge fertig und wurde gebraten, geköchelt und natürlich mit viel Hunger gegessen.
Gitta erhält hier von Domingo privat-unterricht, wie man kunstvoll Gambas schält und isst. Kurz Zeit darauf wurde dieses Geheimnis an Gabi weitergegeben.

Es war ein traumhaftes Schlemmen - wir kamen kaum hinterher alles zu probieren, den Silvester näherte sich immer schneller. Also hiess es bald darauf “anziehen”. Von der Terrasse im Büro hat man einen traumhaften Blick über Palma und kann das Silvesterfeuerwerk super sehen. Die Kinder wurden gut eingepackt und auch die Grossen zogen sich warm an. Schnell noch ein paar Sektgläser und den kalten Champus aus dem Gefierfach mitgenommen und es konnte losgehen.
In der ganzen Hektik hatten wir natürlich die Weintrauben vergessen. Es ist eine schöne Tradition hier in Spanien, zu jedem Glockenschlag für 12 Uhr je eine Weintraube zu essen - nun denn, das machen wir dann nächstes Jahr wieder - wir haben uns dafür einfach mehr zugeprostet und das Feuerwerk genossen.
Danach gab - wie jedes Jahr - frischen Hefezopf und Ensaimadas und Wolfgang liess es sich nicht nehmen richtige Schokolade zu kochen. Das hat absolut nichts mit “Kaba & Co” zu tun - hier wird richtige Schokolade geschmolzen und ein wenig Milch reingerührt, dass der Löffel nicht gleich stecken bleibt.
Dann wird die zähflüssige Masse in Tassen geschöpft und es wird richtig eingetunkt - genial!
Wir haben noch viel geredet, gelacht und viel Spass gehabt, bis dann viele so gegen halb 3 Uhr Ihre Kinder (die irgendwo schliefen) einsammelten und von dannen zogen.
Der extrem harte Kern (Peter, Mike und Ihre Mam), Thomas und ich tagten dann noch ein paar Stunden weiter und durften zu später Stunde dann auch noch den Beweis sehen, dass alle brav Ihre rote Unterwäsche anhatten (auch ein schöner Silvesterbrauch hier in Spanien).
Peter gab uns dann noch eine kleine Kostprobe eines typischen Hotline-Gesprächs - zum Brüllen!
Vielen Dank an alle, die mitgeholfen und -gefeiert haben. Wir wünschen allen, die dabei waren und allen, die unseren Blog lesen, ebenfalls ein traumhaft schönes Jahr 2008!