Stalzer/Obele Family Blog

Archiv: Sonntag, 13. Juli 2008

Weizenschiessen Wettschuld einlösen

Freitag nachmittag, 18:00  - es klingelt

Wer steht vor der Tür - Domingo

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Was hat er in der Hand - eine Kiste Weizenbier

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Zum Einlösen der Wettschuld vom Weizenschiessen.

12.07.2008 - Samstag morgen 7:50 Uhr und die Welt ist (noch) in Ordnung

Zur Zeit ist es richtig heiß und schwül auf der Insel. Die letzten Tage hat es auch nachts nicht mehr richtig abgekühlt, so dass es schwierig ist, einzuschlafen (wir haben keine und wollen auch keine Air Condition).

Gestern Nacht (Freitag auf Samstag) kam dann auch noch eine Meute von angriffslustigen Moskitos dazu, die uns immer mal wieder in der Nacht aufweckten. Ich wachte so kurz vor 7 Uhr nochmals auf und da war es angenehm kühl geworden. Zur der Zeit wachten auch unsere Stubentiger, die die Nächte noch im Haus verbringen. Ich ließ unsere wilden Tiger rauß und freute mich, noch mal ein oder vielleicht sogar 1 1/2 Stündchen schlafen zu dürfen. Die Jungs waren gestern relativ spät ins Bett und beide waren ziemlich müde gewesen, so dass die berechtigte Hoffnung bestand, dass die beiden doch ein wenig ausschlafen würden.

So kuschelte ich mich denn kurz nach 7 Uhr wieder in mein Bett und freute mich aufs Ausschlafen…

!!!!!!! - kurz vor 8 Uhr traf uns dann fast der Schlag - wohlgemerkt wir reden hier von Spanien und zudem einem Samstag. Mit lautstarkem Gerumpel und Getöse luden unsere Gärtner Ihre Geräte genau vor unserem Schlafzimmerfenster ab. Kurze Zeit später liefen der Randtrimmer und der überlaute Rasenmäher auf voll Touren und wir standen kurz vor einer Benzinvergiftung.

Nun denn dachten wir, nachdem wir uns von dem ersten Schock erholt hatten, die sind bestimmt bald wieder weg. Normalerweise brauchen zwei von Juans Gärtnern immer so eine halbe Stunde, um den Rasen zu mähen und die Ränder zu trimmen und dann ist der Spuck wieder vorbei.

Als es nach einer dreiviertel Stunde immer noch laut war - wir vermuteten, dass die Beiden einen dieser Blätter-wegblasenden Dinger verwendeten, um alles perfekt sauber zu bekommen, standen wir dann doch mal auf.

Ich dachte mich trifft der Schlag - die beiden Gärtner-Helden waren dabei unsere Hecke zuzurichten. Wir haben eine Siempreverde (ich glaube sie heisst auch: Myoporum tenuifolium), wegen der ich schon häufiger mit Juan gestritten hatte. Vor zwei oder drei Jahren haben unser Gärtner-Helden auch mal diese Hecke im Sommer geschnitten und dabei noch kräftig ausgeschnitten. Das Ergebnis war, dass wir den gesamten Sommer über ein etwas traurig aussehendes Gestrüpp von Ästen ohne Blätter als Sichtschutz (ha-ha-ha) zur Straße hatten. Damals schon hatten wir ziemlichen Zoff mit Juan, der uns immer wieder versicherte, dass die Hecke problemlos wieder wachsen würde. Das war in etwas so, als würde man einem der Frisör erzählen, nachdem er die Haare völlig verhunzt hatte, dass ja alles wieder nachwachse. Nun denn, die letzten Jahre hatte es dann auch geklappt. Die Hecke wurde entweder im Frühjahr oder Herbst geschnitten und war im Sommer wunderbar dicht und grün.

Ich habe mir für diesmal vorgenommen, das “Leiden” unserer Hecke aufzunehmen und bei jedem Besuch von Juan ein passendes Bild hervorzuholen. Ziel dabei ist, dass er sich diesmal auch in Zukunft noch dran erinnern wird.

Ich liege ja vielleicht mit meinem “Garten-Wissen” völlig falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Sinn macht, eine Hecke in der heißesten Jahreszeit zu schneiden - egal welche Sorte es ist. Nun denn, dies wir auf jeden Fall eine Fortsetzungsgeschichte werden.

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