Stalzer/Obele Family Blog

Archiv: März 2012

Unser großes Aquarium–Teil 2

Im neuen Aquarium wächst und gedeiht es prächtig. Die größeren Pflanzen, die wir in unseren “alten” Aquarien geerntet haben, sind gut angewachsen und auch die neuen Pflanzen, die wir bei Mundo Aquario (http://www.mundoacuario.com/) gekauft haben, sind schon prima gewachsen.

Nachdem wir die Wasserwerte und insbesondere den Nitrit Wert regelmäßig gemessen haben, war es dann soweit – die Fische durften endlich einziehen.

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Felix hat mittlerweile das Einfangen seiner Fische perfektioniert. Man könnte fast meinen, dass sie von alleine in den Kescher oder den Transportbehälter schwimmen. Er hatte also im Nu die ersten drei Paradiesfische in einer Transportbox, um diese ins das neue Aquarium einzuhängen. Dann wurde über die nächste halbe Stunde immer mal wieder vom Aquarienwasser zugefügt. Die drei Paradieser waren sehr aufgeregt und wollten unbedingt raus, um ihr neues Reich genauer anzusehen.

Es war toll sie zu beobachten als sie dann endlich frei schwimmen durften. Während sie sich in ihrem alten – viel zu kleinen 100l Becken – die meiste Zeit angegiftet hatten, waren sie im 600l Becken zunächst nur gemeinsam unterwegs und haben ihr neues Reich erkundet. In der Zwischenzeit haben sie ihre eigenen Bereiche gefunden, aber sie sind immer wieder gemeinsam unterwegs.

Nach und nach kamen dann die anderen Fische dazu: die restlichen drei Paradieser, unsere beiden Albino-Fransenlipper, die vier Antennenwelse, die Putzerschmerle und unsere einsame Siamesische Rüsselbarbe.

DSC_5268Für unsere einsame Siamesische Rüsselbarbe haben wir dann auch gleich ein paar Kameraden besorgt. DSC_5290Leider sind die vier immer in Bewegung, so dass wir heute nur zwei davon fotografieren konnten.

Für unsere Paradieser (5 Männchen und 1 Weibchen) haben wir noch zwei junge Weibchen besorgt. Felix meint, dass eine davon wohl ein Männchen ist.

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Die Paradiesfische gehen morgens (nachdem das Licht angeht) immer zum Surfen. Wir müssen mal versuchen das zu fotografieren. Das gefilterte Wasser aus der Pumpe wird im hinteren Bereich (an der Wohnzimmerwand) wieder in das Aquarium geleitet. Dort befindet sich ein Eheim-Düsenrohr, dass unter Wasser leicht nach oben gerichtet ist; d.h. da gibt es schöne Wellen. Unsere Paradieser schwimmen nun in die Strömung und lassen sich dann auf dieser Welle nach oben treiben – ein Bild für Götter. Was ihnen auch sehr gefällt ist schnell schwimmen mit der Strömung. Wir dachen bislang immer, dass die Paradiese – als Labyrinthfische – nicht so begeistert sind von Strömung, aber unsere scheinen dies sehr zu genießen.

Wir haben ein schönes Antennenwels Männchen und drei Weibchen. Das Männchen hat sich kurz nach dem Einsetzen in das große Aquarium gleich einen Chef-Platz in einem Hohlraum der Wurzel ergattert, den er eisern verteidigt hat.

DSC_5319Nachdem wir ihn dann einige Zeit nicht mehr gesehen haben, hatten wir mal genauer nachgeschaut. Er bewacht ein großes Gelege in seiner Wurzelhöhle und vertreibt alles, was irgendwie in die Nähe kommt. Bei Antennenwelsen betreibt das Männchen die Brutpflege. Er bewacht das Gelege und befächelt es ständig mit Frischwasser. Wir hatten letztes Jahr schon mal ein Gelege, aber leider hat kein Jungtier überlebt. Hoffentlich haben die jetzt im großen Aquarium mehr Möglichkeiten sich zu verstecken, um nicht als Sushi-Häppchen für die Paradieser zu enden.

DSC_5306Felix hat ebenfalls ein Welspaar in seinem 100l Aquarium. Dort hatte der Wels sofort eine Welshöhle in Beschlag genommen. Auch dort ist ein Gelege, dass gut bewacht und befächelt wird.

In nächster Zeit wollen wir für unsere Paradiesfisch Männchen nun noch ein Weibchen besorgen.

Wir genießen es sehr, am Abend die Fische zu beobachten. Es ist immer etwas los im Aquarium und wir sind sehr froh, dass wir das Aquarium haben. Auch die Jungs genießen die Aquarien in ihren Zimmern.

Wir werden Euch auf dem laufenden halten was mit dem Antennenwels Gelege wird und wie sich Aquarium, Pflanzen und Fische weiterentwickeln.

Unser großes Aquarium–Teil 1

Es war einmal… letztes Jahr im Oktober haben wir uns ein gebrauchtes 600l Aquarium gekauft. 2 Meter auf 50 cm auf 60 cm – gigantisch groß.

Da bei uns der allgemeine Arbeitsstress in dieser Zeit mal wieder sehr groß war, haben wir das Riesenteil einfach mal in die Garage gestellt. Ende November wurde das Becken dann nach oben auf die Terrasse gebracht. Wir wollten einen Dichtetest machen, bevor wir es in das Wohnzimmer holten.

Wir hatten das Aquarium dabei auf zwei Holzpaletten gestellt. Dann wurde aufgefüllt. Bei ca. 400 Liter hörte man dann das Glas brechen. Das Aquarium stand leider nicht komplett gerade und durch das große Gewicht von Aquarium und Wasser ist dann der Boden gebrochen. Unsere Enttäuschung war riesengroß.

Ein Gespräch mit Thomas Perlitschke von der Tischlerei CreaTeam (http://www.createam-tischlerei-mallorca.com/), der den Unterschrank für das neue Aquarium bauen sollte, machte uns dann wieder etwas Hoffnung. Thomas Perlitschke arbeitet immer mal wieder mit einer Glaserei, die auch schon Aquarien gebaut hatten. Also ließen wir das Aquarium vom Glaser abholen und reparieren und bekamen es in der Weihnachtswoche wieder zurück.

Jetzt war zunächst Thomas Perlitschke gefragt. Er sollte einen Unterschrank bauen, der locker mal fast eine Tonne Gewicht aushalten muss. Unsere Jungs haben hierzu gemalt und designet, ihre Designs wieder umgeschmissen und heftig mit Thomas diskutiert. Nachdem wir uns dann alle endlich auf ein Design einigen konnten, war Geduld angesagt (- ganz schwierig, wenn man bedenkt, dass wir das Aquarium bereits Anfang Oktober gekauft hatten).

DSC_4969Am 2. Februar war es dann endlich soweit – Thomas und sein Team lieferten den Unterschrank. Da der Schrank so schwer war, mussten Teile vor Ort bei uns zusammengebaut werden.

Wir haben erst ein paar Stunden vorher erfahren, dass die Schreiner am 2. Februar abends noch Zeit hätten, um den Schrank aufzubauen. Alternativ hätten sie dann in der folgenden Woche Zeit gehabt.

Es war natürlich klar, dass wir dies nicht zugelassen hätten.

 

DSC_4985Also haben wir mal eben schnell das Wohnzimmer umgeräumt. Die alten Ikeaschränke wurden ausgeräumt. Einen Schrank bekam Max und den anderen Felix. Dann musste unser 100l Aquarium in Felix Zimmer.

Als die Schreiner bei uns einliefen, haben wir gerade die Wand gestrichen. Felix war so aufgeregt, dass er immer mal wieder aus dem Zimmer musste.

Die Mannschaft von Thomas hat uns dann mitgeholfen, das Aquarium, das selbst leer extrem schwer ist, reinzuholen.

 

DSC_4992Dann wurde nochmals nachgemessen und genau ausgerichtet, bis alle zufrieden waren.

Wir haben von Thomas Perlitschke gelernt, dass unser Schrank aus massiver ukrainischer Eiche gebaut wurde.

Der Schrank ist gigantisch!

Dann war – wie immer – der Arbeitsstress mal wieder groß und das Projekt 600l Aquarium musste ruhen.

Wir hatten uns eigentlich vorgenommen während der “Half-Term Holidays” der Jungs das Aquarium einzurichten. Leider hingen wir in dieser Zeit ziemlich mit Erkältungen und Bronchitis in den Seilen. Wir haben jedoch eine Einladung vom Palma Aquarium zu einem Vortrag erhalten, bei dem Javier Gómez vom Mundo Acuario (http://www.mundoacuario.com/) zeigte, wie man ein natürliches Aquarium einrichtet. Da sind wir natürlich alle hin – zum Glück hatten die Jungs Ferien. Der Vortrag war sehr interessant und wir haben einige Tipps und Tricks gelernt.

Javier kam dann am kommenden Wochenende bei uns vorbei, um uns für unser Aquarium einige Tipps zu geben. Wir haben alles was wir brauchen gekauft und am 1. März (einem Feiertag hier in Spanien) war dann der große Tag – das neue Aquarium sollte eingerichtet werden.

DSC_5165Wir haben unseren tollen Schrank dann zunächst mit Malerfolie eingepackt.

Dann wurde der unterste Bodengrund – ein Dünger - eingefüllt. Die Jungs haben in der Zwischenzeit wie die Verrückten den eigentlichen Bodengrund ausgewaschen. DSC_5172

 

 

 

Die Ärmsten konnten sich am Abend kaum noch bewegen und hatten am nächsten Tag ganz schön Muskelkater.

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Wir waren ganz ziemlich beschäftigt, aber das Aquarium nahm langsam aber sicher Gestalt an.DSC_5187

Pflanzen, die wir seit einiger Zeit schon in unseren anderen Aquarien groß gepflegt hatten wurden danach eingesetzt. Danach ging es ans Auffüllen. Hierbei hatten wir von Javier einen tollen Trick gelernt – er hatte ihn bei dem Vortrag im Palma Aquarium angewendet. Man legt einfach eine Plastik- oder Bubble-Folie auf das Aquarium und füllt darauf das Wasser langsam ein. Damit wird der Bodengrund nicht verwirbelt und das Wasser bleibt schön klar.

DSC_5194Wir haben also unseren Gartenschlauch ins Wohnzimmer zum Aquarium gelegt und leicht aufgedreht. Die Jungs mussten abwechselnd Wache schieben, während Thomas unseren tollen Außenfilter vorbereitet hat.

DSC_5199Für den Filter gibt es extra ein Schubfach im Schrank, das uns der Schreiner gebaut hat. Damit kann man den Filter ganz einfach herausziehen und muss nicht in den Schrank kriechen.

Tja und dann abends kurz vor 20 Uhr waren wir dann fertig. Das Aquarium war zu drei Vierteln gefüllt, die Pumpe angeschlossen und das tolle Aquarienlicht, das wir uns von der Firma AquaPhoton (http://www.aquaphoton.de/neu/produkte/photon-plus/index.html) bestellt haben, leuchtete.

DSC_5203Die Lampe ist genial. Wir haben vier lange T5 Leuchtröhren, zwei HQI Leuchten und zwei Moonlight LEDs. Die unterschiedlichen Leuchten lassen sich getrennt über unsere Haus-Visualisierung steuern und auch dimmen.

Nach dieser Voll-Tagesaktion war mal wieder warten angesagt. Wir haben zwar Bakterienstarter verwendet und auch brav die Schwämme unserer bestehenden Aquarien im neuen 600l Aquarium ausgewaschen, aber ein bisschen warten muss man doch. 

… Fortsetzung folgt

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