Soooo…. nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag von mir. Es wurde auch mal wieder Zeit.
Vor ca. 4 Wochen war ich in Zürich auf der “Bauen und Modernisieren” Messe und hatte mit Chirstian Ziegler und René Locher (beide All-Com) über VASERControl geredet und dass sie sich das Ganze mal etwas genauer ansehen wollten. Schnell war klar, dass wir dies nicht in Zürich machen, sondern bei uns auf der Insel.
Peter und Mike wollten auch mal wieder auf die Insel, vor allem nachdem Wolfgang nun auf der Rennstrecke bei GU-Racing arbeitet und uns immer von den tollen Formel Rennwagen und die Möglichkeiten des "Selberfahrens” vorschwärmt.
Christian und René sind dann letzte Woche Donnerstag eingeflogen und wir haben als erstes mit dem Workshop zu VASERControl begonnen. Am Abend gab es dann noch leckere Doraden aus dem Backofen, sodass das kulinarische nicht zu kurz kam. Am Freitag morgen machten wir mit dem Workshop weiter, da die “Sperlix Brothers” erst gegen Mittag eingeflogen kamen.
Gegen 13:00 sind wir zu Domingo (unserem Nachbar, Eigentümer der Superdeli Supermärkte hier auf der Insel); er war allerdings noch nicht so weit, sodass wir uns ohne ihn auf den Weg zum Flughafen machten, um die Sperlix Brüder abzuholen. Kurz danach trafen wir uns mit Domingo und auf ging es zur Rennstrecke.
Wolfgang wartete schon auf uns und die Fahrvorbereitungen begannen. Claus (siehe “Claus sein Haus” und “AusFLUG”) kam auch noch mit hinzu, sodass wir als 7 angehende Formelrennfahrer uns auf den ersten Einsatz freuten.

Wolfgang begann die Wagen auf die Strecke zu schieben und an einem Wagen noch die Reifen zu wechseln (Für einen Formel 1 Boxenstopp muss aber noch trainiert werden…).
Danach war erst mal Theorie angesagt. In welcher Kurve mit welchem Gang, wie bremse ich ab, was mache ich, wenn es mich dreht, auf was muss ich achten (Wassertemperatur und Drehzahl), keinen Siegerchampagner in die Augen, usw.
Nun ging es zu den Fahrzeugen. Zu Beginn sind wir ein paar Runden mit den Seat Ibiza um die Strecke. Eigentlich ein ziemlich “normales” Auto, jedoch haben es Wolfgang und Sebastian ganz schön krachen lassen. Man glaubt kaum, was in so einem Auto alles drinsteckt…
Es wurden nun “Sturmhauben”, Helme und Rennfahrerschuhe verteilt und angepasst. Die erste Gruppe nahm gemütlich in den Formel-BMW platzt (Ha Ha – wir hatten alle blaue Flecken an den Schultern von den Monocoques), sortierte die Füße in dem engen Auto, setzen die Helme auf und fingen an zu schwitzen. Es dauerte noch ein paar Minuten, bis alle startklar waren und dann hieß es “Gentlemen, start your engines”. Ich war in der zweiten Gruppe (Strategie – da waren die Reifen dann schon auf Temperatur) und ging an den Streckenrand, um zuzusehen, wie die anderen um die Stecke heizten. Nach 10 Runden war dann Wechsel zu der 2. Gruppe und es ging wieder rund.
Wolfgang überwachte das Ganze und – wenn nötig – war er sofort zur Stelle mit einem Quad, wenn einer einen Anschieber oder ein paar Tipps gebraucht hat.
Mit meinem Wagen hatte ich allerdings nicht allzu viel Glück – Ich fuhr in wahrscheinlich zu untertourig und hatte dann Zündaussetzer / Benzin / Irgendwas Probleme – jedenfalls lief der Wagen so ab der 3…4 Runde nicht mehr richtig. Als Diesel Fahrer ist man Drehzahlen jenseits von 3000 halt nicht gewöhnt.
Sebastian machte danach eine kurze Pause und dann ging es in die zweite Runde.
Bei dem zweiten Durchgang wählte ich dann den “Sauber” – dies war ein Formel BMW in einer blauen Lackierung. Mit diesem Wagen kam ich dann um einiges besser zurecht und es machte richtig Spaß.




Nach weiteren zehn Runden wurden dann auch langsam die Arme schwer. Wir stellten nun die Wagen ab und entspannten uns ein wenig.
In der Zwischenzeit kam noch ein anderer Kunde für GU-Racing, der eine Fahrt im Renntaxi (Radical) gebucht hatte. Wir beobachteten ganz genau, wie Sebastian den Radical durch die Kurven jagte und sahen auch ein paar Unterschiede. Vor der Schikane nach der Start/Ziel Gerade haben wir es mehr oder weniger rollen lassen; Sebastian im Radical ist im 5. Gang mit Vollgas durch…
Wir hatten eine Menge Spaß und freuten uns auf das “Isotonische Sportlergetränk” (Franziskaner Hefe), welches schon gekühlt im Kühlschrank auf uns wartete.
Am Samstag gab es noch den letzten Teil der Schulung/Workshop, wo auch Claus teilnahm. Am Abend wurde dann noch gegrillt und bis in die frühen Morgenstunden “gefetet”.
Am Sonntag haben wir uns alle ausgeschlafen, um dann am Nachmittag das Formel 1 Rennen in Singapur zu schauen, um einen Vergleich mit den Profis zu haben (Naja, da ist wohl doch noch ein Unterschied im fahrerischen Können…)
Am Abend sind unsere Gäste wieder an den Flughafen und haben sich auf den Heimweg gemacht.