Heute morgen war fröhliches Aufstehen um 5 Uhr (!!!!) angesagt, da Thomas einen Termin in Deutschland hatte und mit einem unmenschlich frühen Flug in das sonnige Deutschland verschwunden ist.
Um 7 Uhr war dann wieder aufstehen für mich angesagt, da Felix beschlossen hatte heute schon ein bisschen früher aufzustehen. Normalerweise stehe ich um 7:30 Uhr auf und die Jungs um 8 Uhr.
Der obligatorische Blick aus dem Fenster zeigte schon - das sieht nicht gut aus. Vom Meer her näherte sich wieder mal eine pechschwarze Wand. Also schnell Frühstück herrichten, Maxi aufwecken, frühstücken, anziehen, und, und, und….
Als wir dann endlich fertig waren, fing es schon ein wenig zu tröpfeln an und starkes Gewittergrollen war auch schon zu hören. Also habe ich brav - wie mir von Jefe aufgetragen wurde - alles ordentlich im Büro runtergefahren und ausgesteckt. Als das dann endlich fertig war, hat es auch schon ziemlich gut geregnet.
Ich hatte mich dann daran erinnert, dass wir für die Jungs Regencapes gekauft hatten, bevor wir im Frühjahr nach Orlando geflogen sind. Also haben wir die jetzt rausgekramt und angezogen. Die Jungs waren begeistert. Sie fühlten sich wie eine Mischung aus Astronaut, Roboter und Gespenst.
Natürlich goss es bereits in Strömen als wir die Schule erreicht hatten. Dank der Regencapes wurden die Jungs jedoch nicht nass. Als ich wieder Zuhause war, regnete es munter weiter. Ich habe im Büro nochmals gecheckt, ob alles in Ordnung war und das Wasser nicht mal wieder durch die Balkontüre ins Büro lief (unsere Rechner hatten gerade die letzte Schwimmübung mit Bravur bestanden).
Nein, die Tür war dicht, aber ich hörte sehr deutlich, dass Wassertropfen irgendwo auf den Boden fielen. Kreisch - diesmal kam das Wasser direkt aus der Decke an der Stelle, an der unsere SUN steht. Also schnell die SUN weiter unterm Tisch in Sicherheit gebracht und nach unten gehirscht, um einen Eimer zu holen.
Bereits als ich die Treppe nach unten ging, hörte ich weiters Plätschern. Das musste aber warten, zuerst war das Büro dran. Bald tropfte es munter von der Bürodecke in den Eimer. Draussen regnete es was runterging und auch das bzw. die Gewitter waren heftig im Gange.
So, jetzt war dann wohl das Wohnzimmer dran. Ich traute meinen Augen kaum. Zwischen Klavier und Sofa regnete es auf ca. 1,5m von zwei unserer Balken. Also Sofa weggeschoben, Teppich rauss, Tisch weg und Eimer und Wischmop her. Es war unglaublich, was da so durch die Decke schwappte. Zu meinem Entsetzen sah ich dann, dass das Wasser auch fröhlich Thomas Sourround Lautsprecher entlang lief, der das Pech hatte in diesem Wasserweg zu liegen. Nachdem ich dann Eimer, Töpfe, Tupperschüsseln und ähnliches auf dem Boden verteilt hatte, demontierte ich den Lautsprecher.
Hinter unserem Haus ist ein kleiner Gulli mit Deckel, der häufig verstopft. Natürlich war der auch mal wieder verstopft. Das Wasser stand bereits an der Wand zu unserem Hauswirtschaftraum und es fehlte höchsten noch ein halber Zentimeter, bis es in den Raum reinlaufen würde. Da wir einen Gas-Durchlauferhitzer haben, ist hier in Spanien die Auflage, dass man ein Belüftung nach draussen am Boden haben muss. Der ideale Weg für das Wasser hinterm Haus, um auch reinkommen zu können. Also stand ich barfuß bis zu den Knien im kalten Wasser und schöpfte so schnell ich nur konnte das ganze Wasser in den Garten.
Mittlerweile war auch der Pool gefährlich hoch gestiegen und drohte in Kürze überzulaufen. So etwas hatten wir in unseren 9 Jahren auf der Insel noch nicht erlebt. Wenn das so weitergeht, dann will ich in eine Wüste umziehen!!!
Ich war also prächtig beschäftigt zwischen Büro, Wohnzimmer, hinterm Haus und Pool. Zum Glück hab es mal eine kleine Regenpause, in der ich mal wieder drinnen alles aufwischen konnte, bevor es dann wieder von vorne losging.
Als ich nachmittags die Jungs von der Schule abholte, stand auf der Strasse bei der Schule wohl so ca. 30 cm tief das Wasser. Durch das Wasser sind wir dann fröhlich durchgewatet - den Jungs hatte es bärigen Spaß gemacht. Ausserdem gab es dann den Grund die Turnschuhe endlich mal zu waschen.
Ich hoffe nur, dass jetzt dann mal Schluss mit Regen ist. Wir müssen dringend herausfinden, warum jetzt plötzlich Wasser im Wohnzimmer von der Decke regnet - das ist echt nervig.